FAQ

Der Masterstudiengang „Management franco-allemand“ (MFA) beginnt jedes Jahr Anfang September an der Université de Lorraine in Metz, während das zweite Studienjahr an der Hochschule Mainz stattfindet.

Die Anwesenheit in den verschiedenen Kursen im ersten Semester in Metz ist verpflichtend. Das erste Semester besteht aus einer Vielzahl von Gruppenarbeiten, die Gruppen sind dabei stets deutsch-französisch. Während der Woche werdet ihr zwischen 25 und 35 Stunden Unterricht haben, dazu gehören auch Projektarbeiten, die selbstständig von den Studierenden geleitet werden müssen.

Während des zweiten Studienjahres in Mainz werdet ihr mehr in Einzelarbeit und individuell arbeiten, auch die Klausuren finden stets zum Ende des Semesters statt.

In Metz werdet ihr an Allerheiligen (i.d.R. Ende Oktober) eine Woche Ferien haben, die sogenannten „Vacances de Toussaint“, sowie zwei Wochen Weihnachtsferien.

Um für den Master „Management franco-allemand“ zugelassen zu werden, braucht ihr einen Diplom- oder Bachelorgrad an einer Universität, einer Fachhochschule oder einer gleichgestellten Hochschule in Deutschland oder einer gleichwertigen Abschlussprüfung im Ausland abgeschlossenes Studium, in welchem nicht mehr als ein Drittel der ECTS-Punkte in wirtschaftswissenschaftlichen Modulen erworben wurden.

Der Abschluss muss mindestens 180 ECTS-Punkte und den ETCS-Grade C besitzen. Ist kein ECTS Grade ausgewiesen, so darf euer Notendurchschnitt nicht schlechter als 2,5 sein.

Ihr benötigt einen Nachweis guter Sprachkenntnisse, mit dem bescheinigt wird, dass die Befähigung vorliegt, in deutscher, französischer und englischer Sprache zu studieren. Die Sprachkenntnisse sind durch einen standardisierten, international anerkannten Sprachtest wie folgt nachzuweisen:

  • Englisch
    Sprachzeugnisse (TOEFL iBT, TOEIC), die das Niveau B2 des europäischen Referenzrahmens  nachweisen, oder der  Nachweis, dass im Bachelorstudium mindestens 30 ECTS-Punkte in Veranstaltungen erworben wurden, die in englischer Sprache gelehrt und geprüft wurden.
  • Französisch
    Sprachzeugnisse (unter anderem  TFI), die das Niveau B2 des europäischen Referenzrahmens nachweisen, oder der Nachweis, dass im Bachelorstudium mindestens 30 ECTS-Punkte in Veranstaltungen erworben wurden, die in französischer Sprache gelehrt und geprüft wurden.
  • Deutsch
    Sprachzeugnisse (unter anderem  DaF), die das Niveau B2 des europäischen Referenzrahmens nachweisen, oder der Nachweis,  dass im Bachelorstudium mindestens 30 ECTS-Punkte in Veranstaltungen erworben wurden, die in deutscher Sprache gelehrt und geprüft wurden.

Adäquate Auslandsaufenthalte können Sprachtests ersetzen, wobei über die Äquivalenz im Einzelfall zu entscheiden ist.

Zudem gilt es die Eignungsprüfung zu bestehen, die daraus besteht, einen Essay (Motivationsschreiben)Bestehen der Eignungsprüfung in deutscher, französischer und englischer Sprache zu verfassen (Umfang pro Sprache 500 bis maximal 600 Wörter). Die drei Bestandteile des Fachessays dürfen nicht inhaltsgleich sein, sondern sollen aufeinander aufbauen und sich ergänzen.

Deutsche Studierende schreiben sich stets über die Hochschule Mainz für den Masterstudiengang „Management franco-allemand“ ein. Nach einer positiven Rückmeldung und einem Zulassungsangebot, werdet ihr weitere Informationen bezüglich der Einschreibung vom Studierendensekretariat der Hochschule Mainz erhalten.

Nach der erfolgreichen Einschreibung an der Hochschule Mainz ist es ebenfalls zwingend notwendig, sich bei der deutsch-französischen Hochschule (DFH) einzuschreiben, um die finanzielle Unterstützung von 300 Euro pro Monat für die jeweiligen Auslandsaufenthalte zu erhalten.

Die Einschreibung bei der DFH kann noch in der ersten Woche an der IAE in Metz erfolgen.

Um sich an der Université de Lorraine einzuschreiben, wird ein einmaliger Betrag von circa 240 Euro fällig. Dieser Betrag muss nur ein Mal für das gesamte Studienjahr gezahlt werden.

An der Hochschule Mainz betragen die Semestergebühren circa 250 Euro pro Semester, in den Semestergebühren enthalten ist ein Semesterticket, welches euch zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Rheinland-Pfalz berechtigt.

Der Masterstudiengang „Management franco-allemand“ wird von der deutsch-französischen Hochschule gefördert. Alle Studierenden, die sich fristgerecht bei der DFH rückmelden, erhalten während der Mobilitätsphasen eine finanzielle Unterstützung von 300 Euro pro Monat. Die Mobilitätsbeihilfe wird für einen Zeitraum von maximal zehn Monaten ausgezahlt. Dies bedeutet, dass die deutschen Studierenden während des ersten Semesters in Metz sowie dem Praktikum im zweiten Semester die Mobilitätsbeihilfe erhalten. Sollte das zweite Praktikum im vierten Semester ebenfalls in einem frankophonen Land erfolgen, kann ein zusätzlicher Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der DFH erfragt werden.

Es ist an der Hochschule Mainz leider nicht möglich, das Stipendium der DFH mit dem Erasmusstipendium zu kumulieren. Hinsichtlich weiterer Stipendien solltet ihr euch im Vorfeld informieren, inwiefern eine Kumulation möglich ist.

Während des zweiten und des vierten Semesters sind im Rahmen des MFA Praktika von einer Dauer von minimum fünf Monaten und maximal sechs Monaten verpflichtend.

Die deutschen Studierenden absolvieren ihr Praktikum im zweiten Semester verpflichtend in einem französischsprachigen Land (Frankreich, Luxemburg, französische Schweiz, Belgien, Kanada…), während die französischen Studierenden ihr Praktikum verpflichtend in einem deutschsprachigen Land absolvieren (Deutschland, Österreich, Schweiz). Ausnahmen gelten nur dann, wenn ihr eine doppelte Staatsbürgerschaft habt; in dem Fall dürft ihr euch das Land in dem ihr euer Praktikum macht aussuchen.

Das zweite Praktikum im vierten Semester darf, sofern ein C1 Niveau in der jeweiligen Partnersprache nachgewiesen wird, in einem Land eurer Wahl stattfinden.

Projekte spielen im Rahmen des MFA eine zentrale Rolle. In der ersten Woche an der IAE in Metz werden die Studierenden in deutsch-französische Projektgruppen aufgeteilt, die sie frei nach Interesse wählen können.

Zu den Projekten gehören:

  • eine deutsch-französische Kunstausstellung (FAAR)
  • ein deutsch-französisches Konzert (Metz en Musik)
  • ein deutsch-französisches Kurzfilmfestival (Les Petits Claps)
  • ein Markt mit lokalen Produkten aus der Großregion (Marché du Terroir)

Zudem gibt es eine Projektgruppe, die Direction AMFA, die die „Association des étudiants du master Management franco-allemand“ vertritt und die zuvor genannten Projekte betreut. Zudem organisiert die DirAMFA die Exkursionen, die immer zum Ende des ersten Semesters in Metz stattfinden. Auch der Alumnitag wird von DirAMFA organisiert.

Die Projekte finden in der Regel am Ende des ersten Semesters gegen Ende Januar und Anfang Februar statt. Alle Projektgruppen verfassen zudem einen ausführlichen Abschlussbericht, der anschließend dem Studiengangsverantwortlichen vorgestellt wird. Bei der Projektarbeit und dem abschließenden Abschlussbericht handelt es sich um eine benotete Studienleistung.

Während des ersten Studienjahres werden zwei Exkursionen beziehungsweise Ausflüge organisiert. Zu Beginn des Semesters treffen sich die Studierenden des ersten Studienjahres mit den Studierenden des zweiten Studienjahres, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und sich kennenzulernen. Auch die gemeinsame Besichtigung eines Unternehmens steht dabei auf dem Programm.

Eine weitere Exkursion findet am Ende für die Studierenden des ersten Studienjahres in Metz statt. Die Exkursion dauert für gewöhnlich zwei Tage und auch hier wird ein Unternehmen besichtigt. Dabei bleibt es den Studierenden selbst überlassen, welches Unternehmen in welcher Stadt besichtigt wird. Am Ende der Exkursion findet noch ein gemeinsames Essen statt, zu welchem auch die Dozierenden eingeladen sind.

Metz ist eine dynamische Stadt mit einer sehr charmante Altstadt. Im Sommer und im späten Herbst könnt ihr euch in eins der zahlreichen Cafés setzen, etwas trinken oder auch einfach am Ufer der Mosel entlanglaufen. Das ganze Jahr über haben die Bars, Cafés und Restaurants geöffnet, sodass ihr zu jeder Jahreszeit den Charme der Stadt genießen könnt.

Der Stammtisch organisiert zudem ein Mal monatlich sogenannte „table rondes“, die es euch ermöglichen im netten Beisein neue Kontakte zu schließen.

Falls ihr einmal die Universitätsbibliothek aufsuchen müsst, könnt ihr zum Campus der Université de Lorraine an der Île de Saulcy fahren. Dort befindet sich ebenfalls ein Sportzentrum sowie ein kostenloser medizinischer Dienst.

Auf dem Campus der Technopôle, wo sich auch die IAE befindet, könnt ihr in der Mensa des CROUS oder in der Caféteria der IAE essen.

Im Gebäude der IAE befindet sich ebenfalls ein Raum, welcher ausschließlich von den Studierenden des MFA genutzt werden darf. Im ersten Stock befindet sich ein Arbeitsraum und im dritten Stock ein Informatikraum.

Während des Semesters in Metz werden zusätzlich gemeinsame Abende organisiert.

Metz ist eine Stadt, die vor allem in Hinblick auf die Wohnsituation erschwinglich ist. Ihr könnt auf den Seiten des CROUS Lorraine einen Platz in einem Studentenwohnheim anfragen, viele Wohnheime liegen in der direkten Umgebung der IAE.

Neben den Studentenwohnheimen des CROUS Lorraine gibt es noch weitere Wohnheime, in denen ihr für verhältnismäßig wenig Geld einen Platz ergattern könnt. Dazu gehören zum Beispiel die Wohnheime Les Saules, Les Estudines und das Wohnheim La Fayette Technopôle.

Falls ihr lieber eine Wohnung oder ein Zimmer auf eigene Faust suchen wollt, sind die Seiten appartager.com, leboncoin.fr sowie wggesucht.de gute Anlaufstellen. Wir empfehlen euch, falls ihr auf eigene Faust eine Wohnung oder ein Zimmer mieten möchtet, unbedingt eine Besichtigung mit der jeweiligen Vermieterin oder dem jeweiligen Vermieter zu vereinbaren. Ihr könnt euch ebenfalls mit ehemaligen Studierenden in Verbindung setzen, um euch Tipps bezüglich der Wohnungssuche einzuholen.

Wichtig:

Wir empfehlen euch schon früh mit der Wohnungs-/Zimmersuche zu beginnen, da die administrativen Vorgänge häufig sehr langwierig sind.

Ihr seid zudem häufig dazu verpflichtet, eine Wohnungsversicherung abzuschließen, die euch circa 60 Euro im Jahr kostet. Diese Versicherung könnt ihr in einer Bank eurer Wahl oder einem Versicherungsunternehmen abschließen.

Außerdem könnt ihr euch an die Caisse d´Allocations Familiales (CAF) wenden, die zum Teil eure Mietkosten übernehmen kann. Der administrative Aufwand lohnt sich ungemein! Das genaue Vorgehen könnt ihr direkt auf der Seite der CAF einsehen.

Die Hochschule Mainz befindet sich etwas außerhalb der Mainzer Altstadt, weswegen ihr bereits zu Beginn für euch selber entscheiden solltet, ob ihr eher in Stadt- oder Campusnähe wohnen möchtet. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist man allerdings innerhalb von circa 20 Minuten am Campus.

Falls ihr eine Unterkunft in Campusnähe bevorzugt, könnten vor allem die Studentenwohnheime des Studierendenwerk Mainz für euch interessant sein. Ihr könnt neben üblichen WG-Zimmern auch kleine Studios zu einem verhältnismäßig günstigen Preis mieten. Das Wohnheim „K3“ befindet sich unmittelbar neben der Hochschule Mainz. Um ein Zimmer oder ein Studio zu ergattern, solltet ihr euch bereits zu einem frühen Zeitpunkt online bewerben.

Falls ihr auf eigene Faust ein Zimmer oder eine Wohnung suchen möchtet, bieten sich auch hier Seiten wie wg-gesucht.de an.

Wichtig:

Es wird empfohlen schon früh mit der Wohnungssuche zu beginnen, egal ob ihr euch für eine Unterkunft im Studentenwohnheim interessiert oder doch eher auf eigene Faust eine Unterkunft suchen möchtet.